Info-Brief Februar: Fische / Neptun

Liebe Freunde von Thomas-Kuenne.de,

ich dachte bisher immer, BMI steht lediglich als Abkürzung für Body Mass Index.

Archetyp Neptun / Sternzeichen FischeSeit geraumer Zeit und intensiven Besuchen der sogenannten Social Media Plattformen und den damit einhergehenden Shitstorms. Hass-Posts und Verbalattacken (auch weit unterhalb der Gürtellinie) steht BMI für mich auch für (hetzende) BIOMASSE MIT INTERNETANSCHLUSS.

Hilfe naht: Die Fische-Zeit (20. Februar bis 20. März) möchte uns zurufen: „Mach Dich mal locker, probier´s mal mit Gemütlichkeit, lass mal los, mach Dich cremig!

Archetyp Neptun / Sternzeichen FischeNeptun, der Herrscher des Tierkreiszeichens Fische möchte hinzufügen: „Alle Deine vermeintlichen Widersacher, Feinde, Unruhestifter und Vollpfosten im Außen sind lediglich nach außen gespülte Anteile Deines Inneren, die Du nicht sehen geschweige denn wahrhaben willst. Sie zu bekämpfen, ist ebenso aussichtslos wie Don Quichotes Kampf gegen die Windmühlenflügel, es ist blinder Wahnsinn.

Wer sich für die Welt der Polarität interessiert, der weiß auch, dass Schatten zu Licht gehört wie auch Hass zu Liebe, allerdings auf der anderen Seite der Medaille, auf der polaren Gegenseite. Bei Paaren, die nicht erkennen (wollen), dass ihr Partner sie „nur“ spiegelt, entpuppt sich heiße Liebe nicht selten zu kaltem Hass.

Wir alle kennen das Sprichwort: Liebe macht blind. Die folgende Geschichte lehrt uns, woraus diese Blindheit resultiert. Und eine Frage vorweg: „Was geschieht, wenn nicht die Liebe, sondern der Hass vom Wahnsinn begleitet wird?“

Der Wahnsinn hatte sich entschlossen, all seine Freunde, die Gefühle und Qualitäten des Menschen, zum opulenten Mahl einzuladen. Alle Gäste gingen hin und nach dem Dessert gähnte die Langeweile bereits zum dritten Male. Da schlug der Wahnsinn vor: „Lasst uns Verstecken spielen!“

Die Intrige hob die Augenbraue und die Neugierde konnte sich nicht mehr zurückhalten und fragte: „Verstecken, was ist das?“

Archetyp Neptun / Sternzeichen Fische„Verstecken ist ein Spiel. Ich zähle bis hundert und ihr versteckt euch. Wenn ich dann fertig gezählt habe, muss ich euch suchen und der erste, den ich finde, ist als nächstes mit dem Zählen dran.“

Die Begeisterung und die Euphorie tanzten vor Freude. Die Freude machte so viele Sprünge, dass sie so den letzten Schritt tat, um den Zweifel zu überzeugen und sogar die Gleichgültigkeit, die sonst an nichts Interesse zeigte, machte mit.

Alle akzeptierten, außer der Faulheit, die sich nicht vom Fleck rühren wollte. Der Stolz meinte, dass es ein dummes Spiel wäre (im Grunde ärgerte er sich nur, dass die Idee nicht von ihm kam) und die Feigheit und die Furcht zogen es beide vor, nichts zu riskieren.

„1, 2, 3, …“ fing der Wahnsinn zu zählen an. Die Eile versteckte sich als erste – irgendwo, irgendwie. Als nächstes die Trägheit, die sich bereits  hinter den erstbesten Stein fallen ließ.

Die Großzügigkeit schaffte es kaum, sich selber zu verstecken, da sie bei allen Verstecken, die sie fand, glaubte, ein wunderbares Versteck für einen ihrer Freunde gefunden zu haben.

Die Schüchternheit, schüchtern wie üblich, versteckte sich in einer Baumkrone. Die Lüge verstecke sich auf hinter einer Reklamewand.

Die Leidenschaft und das Verlangen zog es ins naheliegende Dickicht. Die Vergesslichkeit hatte vergessen, wo sie sich versteckt hat.

Die Freude rannte glückselig durch den Garten. Die Traurigkeit fing zu weinen an, da sie keinen richtigen Platz zum Verstecken fand.

Der Neid ging mit dem Triumph und versteckte sich ganz nahe bei ihm hinter einem Felsen.

Der Wahnsinn zählte immer weiter, während seine Freunde sich versteckten. Die Verzweiflung war verzweifelt als sie feststellte, dass der Wahnsinn schon bei 99 angekommen war. „HUNDERT!“ rief der Wahnsinn. „Ich fange jetzt an zu suchen!“

Die erste, die gefunden wurde, war die Neugier, denn sie konnte es sich nicht verkneifen, aus ihrem Versteck zu kommen, um zu sehen, wer als erstes geschnappt würde.

Dann hörte er den Glauben, der im Himmel mit Gott über Theologie diskutierte. Als sich der Wahnsinn etwas umsah, entdeckte er die Trägheit, nur drei Schritte vom ersten Stein entfernt.

Archetyp Neptun / Sternzeichen Fische

Das Verlangen und die Leidenschaft hörte man stöhnend im Dickicht.

In einem unachtsamen Moment fand er den Neid und so natürlich auch den Triumph. Mit dem Zweifel, war es noch einfacher, ihn entdeckte er auf einer Mauer sitzend, weil er sich nicht entscheiden konnte, ob es besser sei, sich davor oder dahinter zu verstecken.

So fand er einen nach dem andern: Er entdeckte die Freude, die Traurigkeit, die Schüchternheit, die Gleichgültigkeit……… Als sie wieder alle beisammen waren, fragte die Neugier: „Wo ist denn die Liebe?“ Niemand hatte sie gesehen.

Der Wahnsinn fing an, sie zu suchen. Er suchte in den Bergen, Flüssen und unter den Felsen – ohne Erfolg und als er schon aufgeben wollte, erblickte er einen Rosenbusch.

Mit Hilfe eines angespitzten Holzstockes fing er an, zwischen den Zweigen auf die Suche zu gehen – da hörte er plötzlich einen markzerreissenden Schrei. Es war die Liebe. Sie schrie, weil die Stockspitze ihre Augen zerstört hatten. Der Wahnsinn war hilflos und wusste nicht, wie er seine Tat wieder gutmachen konnte.

Er bat um Verzeihung, flehte um Vergebung und versprach der Liebe, für immer ihre Sehkraft zu werden. Die Liebe akzeptierte die Entschuldigung.

Seit dieser Zeit ist die Liebe blind und wird ständig vom Wahnsinn begleitet!

Wer nun denkt: „Ist ja (nur) eine putzige Geschichte…!“, der darf sich zugleich vor Augen führen, dass in jedem Augenblick unseres Daseins alle Akteure in uns und um uns vertreten sind.

Ich glaube, wenn Hass (statt Liebe) vom Wahnsinn begleitet wird, dann wird es in der Tat brandgefährlich. Lasst uns in der Fische-Zeit in aller Stille über Werte nachdenken und meditieren, die zu diesem Archetyp in der erlösten Form dazugehören, wie: Einfühlungsvermögen, Sensibilität, Hingabe, Demut, Altruismus, Mitgefühl, Bedürfnislosigkeit, Intuition, Nächstenliebe, Kreativität.

Während die Welt im Nebel zu stochern scheint und (nicht nur in der Karnevalszeit) immer mehr zum Irrenhaus mutiert, während Tatsachen mit alternativen Fakten konkurrieren, Fake News mit Wahrheit, behaupten doch tatsächlich böse Zungen, dass sie beim TV-Zapping nicht mehr zwischen einer Übertragung aus dem Kölner Gürzenich und einer aus dem Weißen Haus im Washington oder einem anderen parlamentarischen Tollhaus unterscheiden können. Na sowas……!

Archetyp Neptun / Sternzeichen Fische

Allerdings: mit Polarisieren oder Projizieren kommen wir NICHT weiter, auch nicht der Autor dieses Info-Briefes. Stattdessen sollten wir uns alle folgenden Fragen stellen:

  • „Bringe ich gegenüber meinen Zeitgenossen tatsächlich den Respekt auf, den ich von diesen erwarte?“
  • „Wie verwässert ist meine Suche nach Wahrheit?“
  • „Bemerke ich an mir, dass mein Mitgefühl immer mehr abnimmt?“
  • „Wo praktiziere ich Nächstenliebe?“
  • „Mit welchem Gefühl laufe ich durch die Straßen meiner Heimat?“
  • „Ist mein Weltbild in den letzten Jahren enger oder weiter geworden?“
  • „Wie ist mein Verhältnis zum Element Wasser: liebe ich oder scheue ich dieses?“
  • „Was würde ich am liebsten loslassen, ohne mit der Wimper zu zucken?“
  • „War früher alles besser?“
  • Archetyp Neptun / Sternzeichen Fische„Freue ich mich auf die Zukunft oder habe ich Angst davor?“
  • „Glaube ich an mein Leben vor dem Tod?“
  • „Glaube ich an ein Leben nach dem Tod?
  • „Bin ich mit dem zufrieden, was ich bin und was ich habe, oder will ich mehr?“
  • „Habe ich mir mein Leben so vorgestellt?“
  • „Kann ich allein sein, ohne mich einsam und elend zu fühlen?“
  • „Lebe ich im HIER und JETZT oder eher im WENN und ABER?“
  • „Kann ich mich auch verwöhnen lassen oder muss ich die Fäden selbst in der Hand halten?“
  • „Kann ich gut schlafen?“
  • „Bin ich ein Kontrollfreak und Perfektionist“
  • „Herrscht in meinem Leben Ordnung oder eher Chaos?“
  • „Wobei empfinde ich Liebe und wobei Hassgefühle?“
  • „Bin ich im Fluss meines Lebens oder werde ich von den Anderen mitgespült?“
  • „Ist mein Leben langweilig und plätschert so dahin?“
  • „Welche Rolle spielt Spiritualität in meinem Leben?“

Schauen wir in die Natur zur Fische-Zeit, so erleben wir hier das Phänomen der Schneeschmelze: Altes Geröll wird weggespült, um neuem Leben Platz zu machen. Es ist der Frühling, der den Sieg über den Winter verkündet und unsere Lebenslichter anknipst.

Archetyp Neptun / Sternzeichen Fische

Ich wünsche uns allen eine fließende Fische-Zeit,

Euer Thomas Künne